BGA: Wirtschaftswachstum in Deutschland sendet immer klarere Warnsignale

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Berlin (ots)

"Das Wachstum in Deutschland sendet immer deutlichere Warnsignale an die Politik. Die Wachstumskräfte verzeichnen in vielen Sektoren eine nachlassende Dynamik. Wenn wir die Erfolge hoher Beschäftigung und solider öffentlicher Kassen fortsetzen wollen, darf die Große Koalition ihre Augen nicht mehr vor dem dringenden Handlungsbedarf verschließen. Wir erwarten entschlosseneres Handeln von der Politik. Um die Herausforderungen aus dem strukturellen Wandel zu meistern, brauchen wir eine leistungs- und wettbewerbsfähige Wirtschaft." Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den heute veröffentlichten BIP-Wachstumszahlen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2020 real um + 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen. Im Vergleich zum Vorquartal wurden genauso viele Güter und Dienstleistungen erwirtschaftet. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum für 2019 bleibt unverändert bei + 0,6 Prozent. Die Wirtschaftsleistung wurde dabei von 45,5 Millionen Erwerbstätigen erbracht.

"Wir haben uns immer für mehr Investitionen eingesetzt. Allerdings halten wir staatliche Investitionsfonds außerhalb des Bundeshaushalts, dazu noch Schulden finanziert, für den politisch völlig falschen Weg. Stattdessen gilt es, die notwendigen finanziellen Spielräume durch Umschichten in den öffentlichen Haushalten bereitzustellen. Es ist richtig, dass in die Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland stärker investiert werden muss. Dazu zählt in erster Linie die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für alle Unternehmen, wie beispielsweise die Anpassung der gerade auch im europäischen Vergleich in Deutschland zu hohen Unternehmensbesteuerung an ein internationales Niveau. Aber auch die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und Investitionen gehört genauso dazu wie die deutliche Reduzierung von Bürokratie und Regulierungen", so Bingmann abschließend.

Berlin, 14. Februar 2020

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