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Ali Tanz
Ali Tanz ist ein Künstlername.
Der oder die Künstler(in) haben einen Geheimhaltungsvertrag mit dem Verlag Hameln CityNews UG (haftungsbeschränkt)
Webseite-URL: http://www.alitanz.de

Günter Wallraff, selbst moralisch Ganz unten angekommen

Günter Wallraff, selbst moralisch Ganz unten angekommen - 5.0 out of 5 based on 1 vote
Das erste Mal das mir "Ganz unten" von Günter Wallraff in die Hände fiel, war wohl ungefähr im Jahr 1990. Ich war im Krankenhaus und mein glücklich genesener und glücklich entlassener Bettnachbar hatte in seinem Bett ein Buch zurückgelassen. Ich war damals ungefähr 10 Jahre alt und Lesen war eine der schlimmsten Bestrafungen, mit der man mich hätte bestrafen können. So etwas wie Straf- oder Hausarbeit, etwas was man nur gegen seine kindlichen Überzeugungen machen musste. Allerdings war die Langweile in der damaligen noch analogen Zeit ohne TV, Radio, Handy, Pad und Laptop, auch extrem zermürbend. So kam es dann nach einigen Tagen der extremen Langeweile, als das Buch immer noch herrenlos, unbeachtet und ungelesen im Zimmer herumlag, dass selbst ein Buch, dass selbst Lesen einen gewissen Reiz auf mein gelangweiltes kindliches Gemüt ausübte. So warf ich einen ersten unverbindlichen Blick in das Buch.

- "Ich wusste, dass fast die Hälfte der ausländischen Jugendlichen psychisch erkrankt ist. Sie können die zahllosen Zumutungen nicht mehr ertragen.",
nächste Seite:
- "Aber man muss sich verkleiden, um die Gesellschaft zu demaskieren, muss täuschen und sich verstellen, um die Wahrheit herauszufinden."

WOW! Okay, das Lesen der ersten beiden Seiten reichte völlig aus, damit "Langeweile" Überhand über "Nicht-Lesen-Wollen" gewann. Das Buch wurde in den nächsten Wochen mein täglicher Begleiter. Dieses Buch war tatsächlich wie für mich gemacht. Auch ich war Türke, auch ich hatte schon einige Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht, obwohl ich erst ca. 10 Jahre alt war und auch ich hatte zwischenzeitlich immer wieder Schwierigkeiten die Zumutungen auf Grund meiner Nationalität zu ertragen. Das Buch "Ganz unten" und "Günter Wallraff" haben mich seit diesem Krankenhausbesuch über die letzten Jahrzehnte hinweg stets begleitet, bis heute. Dieses Buch und Günter Wallraff haben mich über die Jahre hinweg immer wieder neu inspiriert, mir immer wieder verdeutlicht, dass man etwas gegen die Übermächtigen machen kann, dass man etwas gegen die "Unterdrücker" machen muss, sich zur Not verkleiden muss, um die Gesellschaft zu demaskieren. Das man täuschen und sich verstellen muss, um die Wahrheit herauszufinden, das man täuschen und sich verstellen darf, um die Wahrheit herauszufinden. Günter Wallraff war für mich einer meiner ersten "Helden" zu denen ich als Kind aufsah, er war für mich, einer von uns Türken, einer, der sich für uns Türken einsetzte. Er riskierte sein eigenes Leben, um das Leben anderer zu verbessern. Er schrieb gegen die "Großen", die "Mächtigen", gegen die "Medien", gegen das "Großkapital". Er prangerte Missstände im sozialen und beruflichen Leben an. Er hat seinen deutschen sowie türkischen Lesern neue Einblicke in die Funktionsweise der Gesellschaft vermittelt und zum Nachdenken animiert. Als Kind hat mich das damals stark beeindruckt.

Zwischenzeitlich, also in der Zeit nach "Ganz unten" war nichts mehr von Günter Wallraff zu hören, zu sehen oder zu lesen. Das fand ich eigentlich immer sehr schade. Ich hatte immer wieder die Idee, die Thematik aus "Ganz unten" erneut aufleben zu lassen. Ich hatte immer die Idee von "Ganz unten - Teil 2" oder "Ganz nach oben" oder irgendetwas in dieser Richtung im Kopf. Ich hatte auch schon eine Idee, wie ich mein Buch hätte schreiben können, Zumutungen, Demütigungen, Erniedrigungen gab es genug. Allerdings musste ich mir nach einigen Recherchen zum Thema "Buch schreiben - Buch veröffentlichen" eingestehen, dass das mit einem Buch schreiben und dann erfolgreich sein, eher nicht so einfach war und nachwievor nicht so einfach ist.

Man muss zunächst das Buch schreiben, dann muss man das Buch einem Verlag schicken, der Verlag muss es dann lesen und bewerten. Regelmäßig werden die meisten Bücher abgelehnt. Einen Mini-Verlag zu gründen ist zwar recht einfach, allerdings muss man dann das Buch auch selber produzieren. Das bedeutet das Buch layouten, dann eine Druckerei finden, die Konditionen aushandeln, dann das Buch auf eigene Kosten drucken lassen. Die Kosten für Kleinstauflagen sind entsprechen hoch. Dann hätte ich das fertiggedruckte Buch auch noch vermarkten müssen. Das hätte viel Zeit, Nerven und Geld gekostet. Heute weiß ich: Es gehört sehr viel Erfahrung, Netzwerk, Zeit, Talent und auch viel Glück dazu, um ein erfolgreicher Schriftsteller zu werden und noch mehr Arbeit erfolgreich zu bleiben. Entmutigt von meiner Recherche und meinen knappen Ressourcen wollte und konnte ich das Buch nicht mehr selber schreiben und verlegen.

Die Idee von "Ganz unten - Teil 2" war aber viel zu verlockend und Günter Wallraff zum Glück noch am Leben. Günter Wallraff hatte eine einfach zu findende Webseite und eine Email-Adresse hatte er auch. Wenn ich das Buch schon nicht schreiben konnte, dann doch mein Held. Daher habe ich ihm damals einfach eine Email geschrieben. Ich habe ihn gebeten bzw. vorgeschlagen sich wieder für uns Türken einzusetzen, wieder die Bühne der Öffentlichkeit zu betreten, ich habe ihm vorgeschlagen er könne doch mit "Wallraff 2.0" ins Fernsehen gehen, da sein Name und seine Reputation immer noch viel wert waren. Wir Türken und die anderen Ausländer würden zu ihm halten, ihn unterstützen. Selbstverständlich war das alles eher egoistisch, da ich Günter Wallraff einfach animieren wollte, um sich wieder für türkische, ausländische Belange einzusetzen. Es wird wohl wieder eine Zeit des "Türken-Bashings" gewesen sein. Allerdings wäre da auch viel für Günter Wallraff drin gewesen, denn die zweiten Teile von Filmen und auch von Büchern, also Fortsetzungen im Allgemeinen, erbringen regelmäßig immer noch 60 % der Einnahmen aus dem ersten Teil ein. Auch wenn der zweite Teil super schlecht ist. Die Leute sehen, lesen oder kaufen die Fortsetzung ohne den Inhalt des zweiten Teils zu kennen. "Ganz unten" wurde über 5 Millionen mal verkauft, bei 60 % für einen "Ganz unten - Teil 2" wären das immer noch 3 Millionen verkaufter Bücher.

Geantwortet hat mir Günter Wallraff damals nicht, auch kann ich nicht einmal mit Gewissheit sagen, ob er oder irgendjemand die Email jemals gelesen hat. Sei es drum!

Dann ganz plötzlich am 30. Mai 2012 betrat mein ehemaliger Held wieder die Bühne der Öffentlichkeit und zwar im TV. Ich war begeistert und habe mir die " sogenannte Enthüllungsreportage", "Team Wallraff – Reporter undercover" auch gleich angesehen.

Im Mai 2012 war ich noch nicht im Bilde was Medienmacht und Medienkonzentration anging. Dieser Thematik hatte ich mich erst ab dem Jahr 2013 gewidmet, als ich immer mehr merkte, dass da ein Großteil der Meldungen in Zeitungen und Fernsehen immer irgendwie eingefärbt, immer gleich, immer einseitig beschuldigend und einseitig endlastend waren. Doch dazu später mehr!

Grundsätzlich kann man sagen, die Rahmenbedingungen für Enthüllungsjournalisten sind bei einem großen Medienunternehmen eher nicht so optimal. Medienunternehmen haben immer Werbekunden und sind regelmäßig mit Politikern irgendwie verbandelt. Große Medienunternehmen üben ihren wirtschaftlichen Einfluss in jedem Fall auch auf die Reporter und die Reportagen aus. Das eine Enthüllung gar über das eigene Haus veröffentlicht wird ist ausgeschlossen. Große Medienunternehmen werden Reportagen immer beeinflussen und immer lenken. Es geht schließlich immer auch um Geld. Wer von etwas anderem ausgeht, ist selber Schuld.

Die Rahmenbedingungen in die sich Günter Wallraff nun ab Erstausstrahlung im Mai 2012, bzw. bereits schon vor und während der Produktion seiner ersten "Enthüllungsstory" begab sind die folgenden: Herr Günter Wallraff arbeitet, schreibt, produziert und veröffentlicht nun für eines der größten Medienunternehmen der Welt, für die Bertelsmanntocher RTL. Günter Wallraff arbeitet als "reporter undercover" nicht nur für RTL, sondern gleichzeitig noch für zwei weitere Medienmarken, für das "Zeit-Magazin" und "stern TV". Große "Enthüllungen" waren in der Vergangenheit von diesen Medienmarken eher keine bekannt geworden. Nicht einmal den VW-Dieselskandal haben diese "Medienmarken" aufgedeckt. Diese "Medienmarken" haben eher dabei geholfen den Dieselskandal zu verheimlichen, wenn auch nur durch Ignoranz oder Nichtstun. VW ist in Deutschland bei allen "Medienmarken" ein gern gesehener Werbekunde, so dass die Enthüllung zwangsläufig aus dem Ausland kommen musste. Lustiger weise nicht einmal von einem ausländischen Medienunternehmen, sondern von einer Umweltschutzorganisation. Wen wundert es? Medienunternehmen sind alle grundsätzlich käuflich, das ist nicht einmal verwunderlich, sondern das Geschäftsmodel von Medienunternehmen. "Bezahl mich, dann erzähle ich meinen Lesern bzw. Zuschauern, das du der Größte bist!" Das nennt sich Werbung, bzw. Marketing, bzw. Public Relation.

Seien die Rahmenbedingungen und Vorzeichen so schlecht wie sie seien, schauen wir uns einfach die großen "Enthüllungen" des großen "Enthüllungsjournalisten - Günter Wallraff" bei RTL einmal genauer an. Die Auswahl der "Enthüllten", der "Bloßgestellten", der "Opfer" bei "Reporter Untercover" soll einen ersten Hinweis auf das geben, "was enthüllt wird", "wer enthüllt wird", "zu welchem nachhaltigen Zweck enthüllt wird" und "in wessen Auftrag enthüllt" wird.

Hier einmal ein Teil der Episodenliste von "Team Wallraff – Reporter undercover":

Nr. Name Thema Ausstrahlung Zuschauer
1 Gewinn ist King Burger King / Yi-Ko Holding 28. April 2014 3,79 Mio.
2 Das Pflegedilemma – Am Ende ohne Würde Marseille-Kliniken 5. Mai 2014 4,40 Mio.
3 Sicherheitsrisiko Security Security-Firmen, u. a. BDSW 12. Mai 2014 3,81 Mio.
4 Inside Jobcenter – Der Mensch bleibt auf der Strecke Jobcenter 16. März 2015 3,40 Mio.
... ... ... ... ...
11 Miese Arbeitsbedingungen – 'Ganz unten' in der Arbeitswelt „Knochenjobs“, u. a. bei 3B Dienstleistungen 9. Oktober 2017  
Dem ersten "Enthüllungsopfer", also Burger-King bzw. besser gesagt der YI-KO Holding wollen wir unsere Aufmerksamkeit widmen. Wer wurde in dem Beitrag belastet, wer entlastet, wer tritt als Held auf, wie nachhaltig ist die Belastung, wen trift die "Enthüllung" am wesentlichsten und wem nützt die "sogenannte Enthüllungsstory" am nachhaltigsten? Mit diesen Fragen kann man sich dem eigentlichen Zweck der Sendung am ehesten annähern.

Ich werde die Analyse der "Opfer" so nachvollziehbar wie möglich machen, werde alle Quellen angeben und dann im Anschluss das Ergebnis präsentieren. Alle Beteiligten haben die Möglichkeit sich zu äußern. Allerdings kann man niemanden zwingen sich zu äußern. Alle Anfragen an alle Personen, Firmen und Organisationen werden veröffentlicht. Ich werde meine Meinung über jeden ändern und anpassen, sobald wesentliche und belastbare Indizien oder Belege vorgelegt werden.

Da die Überschrift dieser Kategorie "von Enthüllungsjournalisten und Auftrags-Propagandisten" heißt, kann sich jeder bereits jetzt ausrechnen in welche Richtung es geht, denn bei RTL wurde noch nie etwas "enthüllt", was für einen großen Werbekunden unangenehm hätte sein können und wird auch grundsätzlich nichts enthüllt werden, was nicht bezahlt ist und enthüllt werden soll. Grundsätzlich ist, wird und muss alles bei RTL bezahlt werden, was zu sehen ist. Wenn jemand in einer Serie raucht, so wird das von der Zigarettenlobby bezahlt, wenn einer ein Bier trinkt, wird das auch entsprechend bezahlt. Wenn bei rtl aktuell über "Miniverpackungen" berichtet wird, werden selbstverständlich Mini-Verpackungen von Coca-Cola und Nutella exzessiv in den Beitrag eingearbeitet! Wenn die Sendung "Undercover Boss" läuft, dann ist das einer der längsten nicht als solche gekennzeichnete Dauerwerbesendungen im TV. Eine RTL-Dauerwerbesendung mit verkleideten Chefs!

In Kürze geht es weiter!

Skripal, Nowitschok, Salisbury - Wie korrupte, hysterische Medienbücklinge unser aller Sicherheit bedrohen

Skripal, Nowitschok, Salisbury - Wie korrupte, hysterische Medienbücklinge unser aller Sicherheit bedrohen - 5.0 out of 5 based on 2 votes
Wie westliche Medienvertreter alles an Wahrheiten und Fakten verdrehen, um die klerikal-induzierten (katholisch, evangelisch, zionistisch, presbyterianisch), anti-muslimischen, militant-faschistoiden Interessen Ihrer staatlichen "Auftraggeber" durchzumogeln, sieht man mal wieder sehr eindrucksvoll am "Fall Skripal".

 heute-show vom 23. Februar 2018 - ab Minute 8:00Zwei einfache Wahrheiten vorweg:
1. Die USA bestehen darauf, dass alle NATO-Staaten ihre Rüstungsausgaben auf 2% des BIP erhöhen. Natürlich mit Rüstungsgütern aus den USA. Damit diesbezüglich in den jeweiligen Bevölkerungen auch Einsicht besteht, muss man zur Not halt etwas medial nachhelfen!

Das Märchen, dass in Deutschland alles an militärischem Equipment unbrauchbar und kaputt ist, wird und wurde bereits medial äußerst glaubhaft vorgelogen. Wenn die in der Zwischenzeit zum staatlichen Propagandawerkzeug verkommene "heute-Show" auch das Märchen erzählt, dass die Bundeswehr mehr Geld benötigt, weil die 41,1 Milliarden Euro Rüstungsbudget nicht mehr ausreichen, um die Ausrüstungen funktionsfähig zu halten, dann ist das inhaltlich zwar immer noch unerträglich blöd, aber es wird halt in der Gemeinschaft der Medienvertreter glaubwürdig vorgelogen, auch satirisch wenn es sein muss. Wer erwartet, dass Oliver Welke mit seiner "heute-Show" das absurde Märchen aufdeckt, das 41,1 Milliarden Euro nicht genug sind, um deutsches Militärequipment funktionsfähig zu halten, der irrt. Gemeinsam mit allen anderen Medienfaschisten, anderen Medienbücklingen und anderen Medienvertretern wird so sehr um die Wette gelogen, dass sich die intellektuellen Balken biegen! Unerträglich! Eine Satiresendung, die Werbung für mehr Rüstungsausgaben macht. Ein schlechter Witz!

2. Wenn es keinen Bösewicht in der Welt gibt, der raubend, vergewaltigend und mordend durch seine Nachbarstaaten zieht (abgesehen vom US-Militär und den US-Geheimdiensten), muss man sich halt einen Bösewicht mit seinen westlichen "Medienbücklingen" zusammenbasteln.

Entweder nutzt man als "inszenierten Bösewicht" den "sogenannten Islamischen Staat", Nord Korea, die Türkei, gern auch muslimische Rebellen in Afrika, die Taliban oder auch immer wieder gern genommen, Russland. Die USA und ihre Verbündeten erhalten dann die Rolle als edle Helden und als Opfer zugesprochen, egal ob es sich bei den neuen Verbündeten ursprünglich um Terroristen handelt, egal ob die USA selbst die Opferrolle einnehmen oder Top-Rüstungsländer angegriffen werden. Man beansprucht für sich als "möchte-gern Demokratie" sowohl die Rolle des Opfers und gleichzeitig die Rolle des edlen Helden. Das die Täter grundsätzlich auch militärisch von den USA versorgt werden, sorgt im Grunde erfreulicherweise dafür, dass die USA selbst entscheiden können, wie lange man auf einen Bösewicht zugreifen kann. Dann lohnen auch die militärischen Investitionen in Täter, Opfer und Befreier. Was man medial eher nicht so in den Vordergrund schieben möchte ist die Tatsache, dass die USA und verbündete "westliche Rüstungsfirmen und westliche Rüstungsländer" an jedem militärischen Konflikt mitverdienen. Das scheint so eine Art Kollateralnutzen zu sein, wenn man sowohl für Täter, Opfer als auch für die Helden verantwortlich ist.

Ablauf der Inszenierung im "Fall Skripal": Zunächst einmal werden einige aus jedem sinnvollen Zusammenhang herausgezerrte Fakten und Wahrheiten präsentiert. Diese Fakten sind zwar punktuell und für sich alleine genommen wahr und richtig, vernebeln aber trotzdem den Gesamtzusammenhang, weil gleichzeitig andere, wesentliche, einflussgebende Fakten und Faktoren unterdrückt werden. Es wird ein Wirrwarr aus Wahrheiten, Meinungen und Forderungen präsentiert, alle mit dem Ziel Russland zu beschuldigen und sich selbst als Opfer darzustellen. Ferner werden Rückschlüsse präsentiert, die an Albernheit kaum noch zu überbieten sind. Russisches Gift, also Russland schuldig!?

Wahrheit Nr. 1: Der 66-jährige frühere Doppelagent Skripal und seine 33-jährige Tochter Julia waren am 4. März in Salisbury südwestlich von London bewusstlos auf einer Parkbank aufgefunden worden. Sie wurden mit lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert. 
Wahrheit Nr. 2: Bei dem eingesetzten Gift soll es sich eindeutig um das Nervengift Nowitschok handeln.

Mehr Wahrheiten oder Fakten werden eigentlich nicht präsentiert. Zwei Personen, ein Ex-Agent und dessen Tochter werden fast tot aufgefunden. Angeblich soll ein Nervengift eingesetzt worden sein. Ob es sich tatsächlich um Nowitschok handelt oder nicht, kann keine "unabhängige" Partei bestätigen. Den Russen nimmt man jede Möglichkeit Untersuchungen anzustellen und sich ggfs. zu verteidigen. Die bekommen die Fakten präsentiert und fertig!

Anschließend geht es weiter mit wirren Theorien, die allerdings von unaufgeklärten Medienopfern regelmäßig als wahr empfunden werden können, wenn diese wirren Theorien von einer möglichst großen Anzahl von sogenannten Politikern, Wissenschaftlern und anderen "Wirrköpfen" präsentiert werden. Wie gerne werden in diesem Zusammenhang britische Experten als Interviewpartner aufgerufen.

"Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates." Zitat vom einem Unbekannten.

Die Medienposse wird wie eine Gerichtsverhandlung präsentiert, bei der man Beweise wie ein Staatsanwalt vorlegt, gleichzeitig das Opfer spielt, gleichzeitig wird den Beschuldigten jede Form der Verteidigung verweigert, gleichzeitig noch der richterliche Schuldspruch gesprochen und anschließend geht es nur noch um die Höhe des Strafmaßes.

Meinung Nr. 1: Theresa May „Es handelt sich um einen Übergriff gegen die Souveränität des Vereinigten Königreichs. (…) Es bedroht unser aller Sicherheit.“ Der Angreifer ist Russland.
Meinung Nr. 2: Boris Johnson, Außenminister Großbritannien: „Wir erkennen hier ein Muster schurkischen Verhaltens durch Russland, das den Gebrauch chemischer Waffen von Syrien bis nach Salisbury einschließt.“ Johnson beschuldigt Putin persönlich.
Meinung Nr. 3: Nikki Haley, US-Botschafterin bei der UNO vom 14.März 2018: „Eines unserer Mitgliedsländer wird beschuldigt, chemische Waffen auf dem Staatsgebiet eines anderen Mitglieds benutzt zu haben. Die Glaubwürdigkeit dieses Gremiums wird es nicht überleben, wenn wir Russland nicht zur Verantwortung ziehen.“

Forderung Nr. 1, ein Mix aus Wahrheiten und Meinungen: Premierministerin Theresa May forderte Moskau unter anderem in einem Ultimatum zu einer Erklärung auf, Russland ließ die Frist aber verstreichen. In einer Reaktion rief May 23 Diplomaten aus Russland auf, Großbritannien binnen einer Woche zu verlassen.
Forderung Nr. 2, ein Mix aus Wahrheiten und Meinungen: Nach dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Skripal in Großbritannien hat Stoltenberg neue Entscheidungen der Nato zu Russland angekündigt. Atomare Abrüstung stehe nicht zur Diskussion.
Forderung Nr. 3: Auch Deutschland vermutet Russland hinter Giftanschlag: Die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben sich in einer gemeinsamen Erklärung "entsetzt" über den Giftanschlag in Salisbury geäußert und Russland zur Aufklärung aufgefordert. "Der Einsatz eines militärischen Nervenkampfstoffs eines Typs, wie er von Russland entwickelt wurde, stellt die erste offensive Anwendung eines solchen Nervengifts in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg dar", hieß es in der Erklärung.

heute-show vom 16. März 2018 - ScreenshotUnd auch in diesem Zusammenhang lügt die heute-Show in einer Art und Weise, die kaum noch zu ertragen ist. Oliver Welke behauptet, die Russen hätten bereits das Motiv für den Mord erklärt und ein Geständnis abgelegt und liefert die Belege in Form von zusammengestückelten ehemaligen Aussagen von Putin und anderen russischen Journalisten, die jede Form von Kausalität ad absurdum führen. Ein Geständnis wird nach einer Tat und für eine Tat und nicht vor der eigentlichen Tat und schon einmal gar nicht in allgemeiner Form abgegeben. Das von der "heute-Show" als "Geständnisse eines Diktators" genutzte Interview ist aus dem Jahre 2010. Die ZDF Staats-Auftrags-und "Satirenutten" aus Mainz, so wie sich regelmäßig selber bezeichen, klöppeln sich die Welt so zusammen, wie sie ihnen gefällt. heute-show vom 16. März 2018, Bad-Boy vom Dienst ab Minute 11:17.

Was gleichzeitig an wichtigen Fakten unterdrückt wird?
- Warum sollte der russische Geheimdienst ein Nervengift für den Anschlag benutzen, das so schnell und so eindeutig auf eine Täterschaft von Russland deuten sollte? Kann wirklich kein anderes Land auf der Erde dieses Nervengift herstellen? Und bitte nicht lügen! Was ist mit der altmodischen Methode den Leuten einfach zweimal in den Kopf zu schießen und dann auf Selbstmord zu plädieren, das hatte im Fall Gary Webb und der CIA doch auch funkioniert! Warum werden die Leute nicht einfach aus Versehen überfahren? Warum nicht ein Unfall im Haushalt? Warum wird nicht ein anderes Gift benutzt, zum Beispiel: Anthrax, Arsen oder einfach ein Rattengift? Nein, es muss ein Gift sein, dass eindeutig und unmissverständlich auf die Täterschaft von Russland hindeutet?!
- Warum sollte der russische Geheimdienst gerade zwei Wochen vor der Russlandwahl den Anschlag durchführen? Hätte der russische Geheimdienst nicht bis nach der Wahl am 18. März 2018 warten können?

Der komplette Vorgang um die Ermordung von Skripal besteht fast ausschließlich aus heißer Luft, garniert mit jeder Menge Verschwörungstheorien um den angeblichen "Schurkenstaat Russland", sonst nichts.

Noch ein weiterer Vorwurf, der auch keinen Sinn macht und völlig widersinnig parallel zum Skripal-Fall eingestreut wird:
„Russland soll sich in den US-Wahlkampf eingemischt haben“ indem man Hackerattacken zu Lasten von Hilary Clinton und zum Vorteil von Donald Trump durchgeführt haben soll. Die US-Regierung kann das wohl belegen?! Wie man einen Cyberangriff, der von jedem Rechner auf der Welt durchgeführt werden kann, direkt einer Person zuschreiben kann, ist für unsere technisch versierte Redaktion eher nicht nachvollziehbar. Man kann allerhöchsten den Rechner bestimmen, aber nicht wer und schon einmal gar nicht warum jemand dort in die Tasten gehauen hat. Auch der Standort des Rechners gibt keinerlei Hinweise auf die tatsächliche Täterschaft, da versierte Hacker ihren Standort verkappen oder andernorts imitieren können. Der Standort irgendwo in Russland ist für eine Beschuldigung des russischen Geheimdienstes aus unserer Sicht eher extrem dünn. Aber die Beweiswürdigung für sämtliche Verbrechen machen unsere westlichen Medienvertreter immer gleich mit und wenn man Russland als Täter benötigt, dann ist das halt so, basta!

Normalerweise folgt ein Diebstahl der folgenden Logik: Es gibt einen Bestohlenen, einen Dieb und die Beute. Die Beute ist regelmäßig beim Dieb, seinem Komplizen oder bei seinem Hehler zu finden und nicht beim Opfer.

Die Nationen, die seit der Wahl Donald Trumps fette "Beute" gemacht haben, sind weder die Türkei noch Russland, sondern Israel, Deutschland, Frankreich die USA und die üblichen westlichen Verdächtigen bzw. Verbündeten. Die meisten Minister, die Donald Trump ins Kabinett berufen hat, sind zionistische und israelnahe Personen, einschließlich seines zionistischen Schwiegersohns. Ferner hat Donald Trump schon vor seiner Wahl angekündigt, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Die völkerrechtswidrige israelische Einverleibung der Golan-Höhen seit 1967, auf denen man im Jahre 2013 Erdöl und Erdgas im Werte von mehreren Billionen Dollar nachgewiesen hat, wird nicht einmal ansatzweise thematisiert. Es geht um mehrere Billionen Dollar Erdöl, dass das ein Motiv für jegliche Form der Inszenierung in der Region sein könnte, darauf möchte man die westlichen Bürger und Medienopfer lieber nicht bringen, sondern trägt lieber andere Motive vor, wie zum Beispiel islamistischen Terror, türkische Expansionsgelüste oder halt allgemeine russische Aggressionen. Die Islamisten haben vom Terror gar nichts gehabt. Die Türkei hat bei allem was seit 2013 gelaufen ist, nur verloren und eingesteckt. Die Sanktionen gegen Russland sind extrem belastend für das Land. Donald Trump hatte schon mehrfach angekündigt, im Orient wieder einmal einzugreifen und dieses Mal das vor Ort befindliche Erdöl einfach zu behalten. Die Russen hatten und haben durch die Einmischung in den US-Wahlkampf gar nichts an Beute gemacht. Das einzige, was in diesem Zusammenhang an belastenden Belegen für eine Einmischung in den US-Wahlkampf vorgelegt wird, ist eine Aussage von Donald Trump, die er vor der Wahl gemacht hatte, und zwar das er "Putin gut findet". Und das wird als Motivation für den russischen Geheimdienst vorgetragen, warum dieser sich für die Wahl von Donald Trump eingesetzt haben soll. Schwachsinniger geht es kaum noch, wird allerdings von so vielen Medienbücklingen und deren Medienkollegen vorgetragen, dass es von unaufgeklärten Medienopfern fast wie ein unumstößlicher Beweis wahrgenommen werden kann. Dann noch diese peinliche Medienposse, die bei der "sogenannten FBI-Untersuchung der Russlandaffäre" angestellt wird. Damit es maximal glaubwürdig wirkt, obwohl es maximal unglaubwürdig ist, wird einmal eine Person entlassen und dort eine Figur eingestellt, dann Akten vorgetragen, dann verschwinden Akten, alles heiße Luft und dient lediglich der Ablenkung. Das mutet schon sehr wie das Vorgehen von Billyboy-Clinton und dem FBI im Falle Monika Lewinsky an. Die katholischen, evangelischen und zionistischen Medienvertreter, allen voran der Axel Springer Medienverlag und die Allgemeinheit der deutschen Politiker, allen voran die Politiker von der FDP, stehen wie "kriminelle internationale Komplizen beim Land- und Ölraub" zu Israel, egal wie oft und wie sehr sich Israel als faschistoider Staat geoutet hat. Und mit diesen "Medien- und Politikfaschisten" im Schlepptau können sich die USA, GB, Frankreich, Deutschland, Israel u.v.m. immer wieder neu als Opfer inszenieren, hauptsache der Rubel rollt in Richtung Westen...

Die Methoden wie westliche Medien klerikale, militärische und wirtschaftliche Lügen in die Köpfe der breiten Gesellschaft reinhämmern, ist seit Urzeiten bekannt. Die antiken Philosophen bezeichneten die Technik als "Ad nauseam". Als ad nauseam bezeichnet man auch den Argumentationsfehler, nachdem eine Behauptung solange – auch von verschiedenen Leuten – wiederholt wird, bis sie als wahr akzeptiert wird, ohne dass jedoch ein Beweis geführt wurde, der die Behauptung bestätigen würde. In einem "Leitfaden effektive Öffentlichkeitsarbeit" heißt es auf Seite 5 von 26, "Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden, damit die Menschen sie glauben".

Can Dündar, Monika Lewinsky, alte und neue Whistle-Blow-Jobber

Can Dündar, Monika Lewinsky, alte und neue Whistle-Blow-Jobber - 5.0 out of 5 based on 3 votes

Official portrait of Barack Obama By derivative work: HansPiesel (talk) Barack_Obama.jpg:  United States Senate (Barack_Obama.jpg) [Public domain],  via Wikimedia Commons
Bill Clinton - By Chris Savas (Derived from Flickr) [CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0)], via Wikimedia Commons
Can Dündar - By Mingle Media TV [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons
Monica Lewinsky 2014 IDA Awards By Mingle Media TV [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons


Vorab einige Grundlagen, um den sich anschließenden Bericht besser verstehen zu können.
Wie funktionieren Zaubertricks?
Ein wesentliches Element von Zaubertricks ist die Ablenkung.
Wie kann man einen unliebsamen Skandal vertuschen?
Man berichtet einfach nicht über den unliebsamen Skandal, statt dessen kreiert man einen, zwar auch brisanten aber nicht dermaßen unliebsamen Skandal, zwecks Ablenkung. Über den zwecks Ablenkung kreierten Skandal berichtet man jetzt bis die Schwarte kracht und läßt den eigentlichen Skandal links liegen.

Wie skandalös soll es sein, wenn eine 22 jährige, hübsche, junge Dame, in unserem Beispiel Monika Lewinsky, sich freiwillig für orale Absaugungsprozeduren von präsidialen Genitalien, hier Bill Clinton, zur Verfügung stellt? Wie gesagt, völlig freiwillig! Wie wenig skandalös und im Grunde ordinär langweilig das eigentlich ist, kann man im Vergleich zu ähnlichen "Sex-Skandalen" aus der Vergangenheit verdeutlichen und auch in dem folgenden Buch nachlesen: "Die Frauen der Präsidenten" von John M. Berecz, Übersetzung von Zacher, Peter. Aus dem Klappentext: "Im vorliegenden, Ende 1999 in den USA erschienenen und viel diskutierten Buch untersucht ein renommierter Psychologe und Sexualforscher die Persönlichkeitsstruktur und das "Frauenverhalten" von zehn Präsidenten:
1. Harry S. Trumann,
2. Dwight D. Eisenhower,
3. John F. Kennedy,
4. Lyndon B. Johnson,
5. Richard Nixon,
6. Gerald Ford,
7. Jimmy Carter,
8. Ronald Ronald,
9. George Bush und
10. Bill Clinton.
Ausführlich dargestellt werden dabei nicht nur das Verhältnis zu den jeweiligen First Ladies - wie Jackie Kennedy, Nancy Reagan, Barbara Bush und Hillary Clinton -, sondern auch diverse heimliche und auch weniger heimliche "Affären" rund um das Weiße Haus, etwa: Kennedy / Marilyn Monroe oder Clinton / Monica Lewinsky. Fazit des Autors: "Den perfekten Menschen gibt es nicht; auch Präsidenten machen da keine Ausnahme." Und wie viele dieser heimlichen und auch weniger heimlichen "Affären" rund um das Weiße Haus haben wir hier in Europa überhaupt mitbekommen? Ich kann mich an keinen Sex-Skandal eines US-Präsidenten erinnern, bis halt den um Monika Lewinsky. Überlegen Sie einmal selber.
Die komplette zum Teil orgiastisch wirkenden Berichterstattung über Monika Lewinsky ist völlig am Thema vorbei. Halten Sie die Berichterstattung für angemessen?

Der Playboy-Präsident - John F. Kennedy wurde, gerade weil er ein "gut aussehender Frauenschwarm" war überhaupt zum Präsidenten der USA und niemand hat sich an seinen "Frauengeschichten" gestört. John F. Kennedy wurde mit einer Reihe von außerehelichen Affären in Verbindung gebracht, einschließlich Affären mit Marilyn Monroe, "Happy Birthday Mr. President", mit Judith Campbell Exner und auch mit einer Praktikantin, Mimi Alford in den Jahren 1962-1963. Bei John F. Kennedy gab es weder Amtsenthebungsforderungen noch ein mediales Zerfleischen. Kennedy war Frauenschwarm, Player, cool und hip. Dem aktuellen Präsidenten, Donald Trump werden nicht nur Affären nachgesagt, sondern auch hundertfach "unerwünschte" sexuelle Belästigungen, bis hin zu Vergewaltigungsvorwürfen. Hier und da gab es, wegen dem als "Pussy-Grabber" bekannten Präsidenten, einen Bericht, aber mehrheitlich wurde und wird darum kein großer Wind gemacht.

Aus der weiter unten dargestellten Chronologie um Monika Lewinsky, kann man eindeutig feststellen, dass Monika Lewinsky höchstwahrscheinlich "nur" wegen ihrer "oralen" Fähigkeiten überhaupt eine bezahlte Anstellung im Weißen Haus erhalten hat. Sie kam im Juli 1995 als unbezahlte Praktikantin ins Weiße Haus. In ihrer späteren Aussage vor der "Grand Jury" sagte sie, dass die "orale Beziehung" mit Bill Clinton im November 1995 angefangen habe. Sie erhielt erst einen Monat darauf, im Dezember 1995 eine bezahlte Anstellung als "Praktikantin". Sie hatte offensichtlich sehr befriedigende mündliche Leistungen erbracht. Keine fünf Monate später, also im April 1996 wurde Monika Lewinsky wieder aus dem "Dunstbereich" von Bill Clinton entfernt. Sie war zu ambitioniert und ihre Vorgesetzten hatten auch den Eindruck, sie sei zu "verliebt" in den Präsidenten. Damit ist der vermeidliche Skandal bereits im April 1996 ohne mediale Berichterstattung wieder zu Ende. Warum diese Geschichte fast zwei Jahre später - im Januar 1998 - wieder zum Thema gemacht wurde?

Vom 18. - 20. August 1996 kommt Gary Stephen Webb ins Spiel. Er beschreibt Verbindungen der CIA zum organisierten Drogenhandel, und zwar als ehemaliger Gewinner eines Pulitzer-Preises. Alle großen Medienkonzerne, The Washington Post, New York Times und die Los Angelos Times versuchen die Geschichte allerdings abzuwürgen. Gary Stephen Webb wird von allen Seiten diskreditiert, er hält sich trotz aller Vorwürfe bis zum Dezember 1997 beim "The Mercury News". Im Dezember 1997 kündigt er seine Anstellung, um zu mindestens als freiberuflicher Journalist die CIA als Waffen- und Drogendealer zu "entlarven". In der Zwischenzeit, zwischen September 1997 und Januar 1998 bereiten Linda Tripp und Lucianne Goldberg die "Enthüllung um den Sexskandal" im Weißen Haus vor. 1997 riet Lucianne Goldberg Linda Tripp, heimlich die frühere Praktikantin des Weißen Hauses, Monica Lewinsky, aufzunehmen. Telefonmitschnitte in der Monika Lewinsky mit ihrer "Freundin Linda Tripp" über ihre sexuelle Beziehung zu Präsident Bill Clinton sprach. Goldberg soll Tripp "fälschlicherweise" geraten haben, dass es legal sei, Telefongespräche in Maryland ohne die Zustimmung der anderen Partei aufzunehmen.

Wie gehen normalerweise Geschichten aus, in denen US-Amerikaner Geheimnisse über US-Präsidenten oder US-Regierungsorganisationen ausplaudern? Vergleichen Sie einmal selbst: Edward Joseph „Ed“ Snowden! Chelsea Manning! Am 19. Januar 2001, dem letzten vollen Tag der Clinton-Administration, wurde Linda Tripp im Pentagon gefeuert. Tripp klagte wegen der Kündigung gegen das Verteidigungsministerium. In einem Vergleich vom 03.11.2003 wurde ihr unter anderem eine einmalige Zahlung von mehr als 595.000 Dollar zugesprochen.

Zurück zur eigentlichen Geschichte. Erst nachdem Gary Webb im Dezember 1997 bei seiner Zeitung gekündigt hatte, also nicht mehr von ängstlichen und willigen Chefredakteuren kontrolliert werden konnte, wurde der Sexskandal im Januar 1998 über eine "Klatsch-Plattform" veröffentlicht. Am 26. Januar 1998 bereitete Bill Clinton, in der inzwischen weltberühmten Pressekonferenz, den Sex-Skandal, mit anschließender Ablenkungswirkung vor. Er hätte auch einfach gar nichts sagen können. Mauern und Schweigen sind des Politikers erste Wahl bei den sich anbahnenden Skandalen und nicht Interviews und sein "Ehrenwort" vor Kameras geben. Das Ehrenwort wurde später als weiterer Aufhänger genutzt um einen "Meineid-Skandal" zu generieren. Am 9. Juni 1998 veröffentlichte dann Gary Webb sein Buch - "Dark Alliance: Die CIA, die Contras und die Kokain-Explosion". Ende Juli 1998 wurde Monika Lewinsky dann Immunität bei einer Aussage vor Gericht garantiert und am 17. August 1998 gab auch Bill Clinton die sexuelle Beziehung mit Monika Lewinsky zu.

Welche Story ist wohl der größere Skandal und welchen hätten Sie zugelassen bzw. inszeniert?
1. Die CIA, US-Regierungsorganisation, betätigt sich als Drogendealer, um die "Schwarze Unterschicht" in den Vororten mit Kokain zu "vergiften" und sich gleichzeitig als Waffendealer von nicaraguanischen Terroristen zu betätigen?!
2. Eine inzwischen beendete freiwillige, sexuelle Beziehung, zwischen einem US-Präsidenten und einer 22 jährigen "Blow-Jobbering"? Die Geschichte ist im Zeitpunkt der Veröffentlichungen fast zwei Jahren alt?!
Glauben Sie alles nicht? Können Sie sich als Film ansehen. Das Leben und Wirken des Gary Webb im Zusammenhang mit der Verstrickung des CIAs in die "Kokainschwämme in amerikanischen Vororten" wurde in Kill the Messenger (2014) verfilmt. Sie möchten mehr über Sex-Skandale amerikanischer Präsidenten lesen! Auch kein Problem, hier einmal die "Liste der politischen Sexskandale in den Vereinigten Staaten".


Kommen wir nun zur zweiten Geschichte, zum zweiten "vermeidlichen Zaubertrick" der CIA, die sich in der Vergangenheit, wie durch Gary Webb nachgewiesen, als Terroristenunterstützer, Drogen-und Waffendealer betätigt haben und wohl auch nach wie vor betätigen! Diesmal geht es nicht um einen "Blow-Jobber-Skandal", der zur Ablenkung kreiert wurde, sondern um einen "sogenannten" Whistleblower. Es geht um Can Dündar, dem man zwischen 2015 und 2017 12 unterschiedliche Medienpreise verliehen hat. Im Zusammenhang mit dieser orgiastisch wirkenden Preisverleihungsmanie an Can Dündar, haben wir auch hier etwas recherchiert.

Wir haben uns mehrere Videos der Legitimation für die Flucht von Herrn Can Dündar aus der Türkei angesehen. In seinem Wikipedia-Eintrag heißt es dazu: "Während Dündar am 6. Mai 2016 auf die Urteilsverkündung wartete, wurde ein Schusswaffenattentat auf ihn verübt. Dündars Frau und dessen Anwalt konnten den Attentäter überwältigen, Dündar wurde nicht verletzt. Das Gericht hob das Ausreiseverbot gegen Dündar und Gül auf."
Can Dündar machte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan mitverantwortlich für den Angriff. «Ich kenne den Attentäter nicht, aber weiß sehr genau wer ihn ermutigt und mich zur Zielscheibe gemacht hat», sagte er. Grund für die Drohungen der vergangenen Monate und für das Attentat sei, «dass wir von der Staatsspitze dieses Landes persönlich zur Zielscheibe erklärt wurden».

Nach mehrfacher Analyse von mehreren Youtube-Videos, aus mehreren Perspektiven aufgenommen, auf denen das Attentat sehr gut zu sehen ist, sehen wir allerdings nur eine Person (den Attentäter), der sich ohne Probleme Can Dündar bis auf ca. 3 Meter nähert, mit der Pistole unmissverständlich in Richtung Dündars Füße zielt, dann Herr Dündar anfängt zu hüpfen und sich hinter einer anderen Person zu verstecken versucht. Erst nach dem Hüpfen werden in kurzer Abfolge zwei Schüsse in Richtung Dündars Füße abgefeuert. Schon fast wie selbstverständlich trifft keiner der beiden Schüsse. Während sich Can Dündar hinter einer weiteren Person zu verstecken sucht, haben Dündars Ehefrau und eine weitere männliche Person keinerlei Probleme den Attentäter festzuhalten. Obwohl der Attentäter immer noch steht, die Schusswaffe immer noch in der Hand hat und das Schussfeld auf Can Dündar immer noch offen ist, nutzt der Attentäter keine weitere Gelegenheit zu schießen, sondern wirft von sich aus die Schusswaffe weg, legt sich hin und lässt sich widerstandslos festnehmen. Sie möchten selber entscheiden, ob das ein von Präsident Erdogan befohlener Mordanschlag ist oder nicht? Nur zu, gucken und entscheiden Sie selber.

Erdogan befiehlt also einen Mordanschlag, bei dem ein halbes Dutzend Kamerateams anwesend sind? Hätte er das nicht besser etwas diskreter arrangieren können?

Die Entfernung zwischen Schütze und Dündar beträgt weniger als 3 Meter. Das ist in etwa die Entfernung, die man regelmäßig zwischen sich und seinem Fernseher hat, entweder etwas mehr oder etwas weniger. Versuchen Sie einmal, wenn Sie das nächste Mal Fernsehen gucken, ihren Zeigefinger auf den Fernseher zu richten und vorbei zu "schießen". Für unsere komplette Redaktion wirkt das inszeniert und diente als Vorwand um Herrn Can Dündar als "Held" nach Deutschland flüchten zu lassen. Macht sich einfach besser, statt "feige" abzuhauen!?

Was in dem Video allerdings noch deutlich wird, ist das Can Dündar kein unerschrockener Journalist ist, sondern sich bei jener beschriebenen Gefahrensituationen intuitiv hinter einer anderen herumstehenden Person versteckt und sogar bereit ist, für das eigene Leben, die andere Person ins Schussfeld des Attentäter zu rücken. Gut das dort keine kleinen Kinder herumgestanden. Diese etwas hasenfüßig wirkende Reaktion, sich hinter jemand anderen zu verstecken, wenn Gefahr droht, ist sicherlich menschlich und nicht weiter erwähnenswert. Allerdings sind damit alle weiteren Erzählungen in denen Can Dündar als "unerschrockener" Journalist gefeiert wird, auch ins Themengebiet "Fiktion" zu legen.

So nun zum Whistleblower-Preis 2017. Dieser wird zwar medienwirksam von der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e. V. (VDW) vergeben, allerdings werden die Preisträger zusammen mit der IALANA Deutschland e.V. vorgeschlagen und ausgelobt. Die IALANA Deutschland e.V. beschreibt sich selbst folgendermaßen: "IALANA ist eine überparteiliche und unabhängige internationale Organisation von Juristinnen und Juristen, die sich für gewaltfreie Konfliktlösungen engagiert."

Warum benötigt eine "Vereinigung" von Wissenschaftlern eine weitere Vereinigung von 250 hochrangigen Juristen, um einen Whistleblower-Preisträger zu benennen? Gibt es nicht genug persönliche, juristische oder fachliche Ressourcen bei der VDW e.V. um selbst Personen vorzuschlagen? Diese Frage konnte oder wollte man uns nicht beantworten. Wir hatten alle beteiligten Vereine und Personen angefragt. Selbst den Laudator Dr. Michael Lüders. Auch Can Dündar haben wir über seine neue "Enthüllungsplattform" Özgürüz gefragt. Auch das Kollektiv um das Correktiv, das Can Dündar sofort bei Einreise in Deutschland einen Wirkungsplatz angeboten, indem man ihm eine komplette Redaktion zur Verfügung gestellt hat: "Unsere türkische Exilredaktion mit Can Dündar sorgt für freie Berichterstattung". Die Redaktion von Correktiv, die "angeblich Missstände aufdeckt und unabhängig und nicht gewinnorientiert arbeitet", aber trotzdem von der Deutschen Bank, von der zu Soros gehörenden "Open Society Foundations", von der "Rudolf Augstein Stiftung", von "RTL Television" und den "üblichen Verdächtigen" aus der Medienbranche "gesponsert" wird, wollte keinerlei Fragen beantworten. Was will man auch sagen? "Genau so hat Erdogan den Mord an Can Dündar in Auftrag gegeben" oder "Wir erzählen wie im Fall von Monika Lewinsky einfach wieder einmal ein mediales Märchen?" Mauern und Schweigen sind nicht nur des Politikers erste Wahl bei den sich anbahnenden Skandalen.

Die Grundlage für Can Dündars Preisträgerschaft sind die "sensationellen Enthüllungen" über "İşte Erdoğan'ın yok dediği silahlar" - „Hier sind die Waffen, die Erdoğan leugnet“.
Wir haben einmal eine Chronologie über die sogenannten Waffenlieferungen an den sogenannten "IS" aus den Jahren 2014 und 2015 untersucht. Can Dündar wurde erst im März 2015 Chefredakteur der Cumhuriyet und hat bereits am 27. Mai 2015 die "Mega-Story" veröffentlicht. Man hat Can Dündar einfach einen Stick mit dem Video zugeschoben, mehr nicht! Normalerweise kommen Journalisten gar nicht als Whistleblower in Betracht, denn das Recherchieren und Aufdecken ist deren normale Arbeit, aber dort wo Juristen mitwirken, dort kann man alles begründen. Versuchen Sie einmal in öffentlich zugänglichen Quellen, das Datum zu recherchieren, wann Can Dündar Chefredakteur der Cumhuriyet wurde. Nur über die türkischen Seite von Cumhuriyet sind wir überhaupt auf das Datum gekommen. Versuchen Sie es einfach selber, dann werden Sie merken, was das für "Journalisten" sind, an die man hier und da "Preise" verleiht und welche Qualität die "Journalisten" haben, die über die Preisträger schreiben!

Die Albernheit der folgenden beiden Fakten liegt in der Gleichzeitigkeit der Geschehnisse:
Can Dündar, "Journalist des Jahres 2017" und natürlich auch "Whistleblower-Preisträger 2017" berichtete wild, radikal und medial monströs nachhaltig über die angebliche militärische Unterstützung der "Türkei" an "Terroristen". Natürlich füllt man dieses eher abstrakte Wort "Terroristen" mit "IS" auf, oder an welche Terroristen in Syrien haben Sie automatisch gedacht? Anlass für die weltweite Prominenz des Can Dündar ist ein LKW, Waffen und Munition im Wert von geschätzten 50.000 Dollar. Natürlich wieder einmal mit Videobeweis, denn ohne Videobeweis wird seit 9/11 von den "westlichen Medienvertretern" zwecks Beschuldigung von anderen Staaten oder Personen gar nicht mehr gearbeitet, da läuft immer eine Kamera mit und Personalausweise werden bei Anschläge immer hinterlegt und gefunden. Das passiert wohl wegen der Glaubwürdigkeit, die man dadurch gewinnt?!
Can Dündar und die "Cumhuriyet" haben soweit von uns recherchiert wie oft über die "Verloren Waffen der USA im Werte von ca. 1 Mrd. Dollar" berichtet? Hintergrund: Das US-Militär hatte doch tatsächlich Mitte 2014 als einmaliges Ereignis in der US-Militärgeschichte 40 Panzer und 2300 Humvee-Fahrzeuge aus einem Waffendepot nahe Mossul an den sogenannten "IS" verloren. In der Vergangenheit ist das dem US-Militär jedenfalls nie passiert. Wie schafft man eigentlich 2300 Fahrzeuge und 40 Panzer unbemerkt weg? Wie oft hatte Can Dündar über diese Story berichtet? Niemals! Sie verstehen!?

Wie kann man jemanden ehren, der eine 50.000 Dollar-Geschichten "whistleblowed" und gleichzeitig eine "1.000.000.000 Dollar-Geschichte" gar nicht erwähnt?! Auftrags-Whistle-Blower!?
Welche Story ist wohl der größere Skandal:
1. Die CIA, US-Regierungsorganisation, betätigt sich mal wieder als Waffendealer in dem man Waffen im Werte von 1 Milliarden Dollar an die PKK-PYD-SDF-IS-Terroristen verliert?! Und Drogen gibt es natürlich auch wieder in rauen Mengen. Die CIA, dein Drogendealer mit freundlicher Unterstützung der jeweiligen, nationalen "Medienvertreter". Hier ein kleiner Auszug der Drogenlieferungen für die deutschen und europäische Klein- und Großstädte. Ist fast schon ein "Running Gag".

Und "Afghanistan wird zur Heroinquelle der Welt"! Warum sich das US-Militär wohl dort so engagiert?
Überall auf der Welt, wo es je Menge Drogen gibt, gibt es kurzfristig später auch jede Menge Terroristen und das US-Militär ist im Auftrag der "Terrorismus-Bekämpfung" unterwegs!?

2. Eine LKW-Ladung mit Waffen, von der weder klar ist, wer die Waffen liefert noch an wen geliefert werden soll, bei der wie selbstverständlich wieder einmal eine Kamera mitläuft!
Seit dem Putschversuch sollte jedem klar sein, dass da auch Kräfte innerhalb der türkischen Regierung sind, die der Türkei und dem Präsident Erdogan gern "ein Bein stellen" möchten. Am 15. und 16. Juli 2016 sind Kampf-Jets und Panzer eingesetzt worden. Wie schwer soll das sein, einen LKW mit Waffen zu besorgen und dann mit einer Kamera hinterher zu fahren, dann das Video einem vor 3 Monaten als Chefredakteur angefangenem "Verräter" zu übergeben und damit die Story zum Laufen zu bringen? Ein Chefredakteur, der nach einem inszeniert wirkenden Mordanschlag nach Deutschland flüchtet und sofort, einen deutschen Pass, Arbeit, 12 Preise und, und, und erhält?

Quintessenz: US-Präsidenten bekommen bei Bedarf jemanden, der ihm die "Whistle" ordendlich durch-blowed, um von lästigen Fakten ggfs. abzulenken und ggfs. abgelenkt zu werden.

Fun-Fakt am Rande: Mehr oder weniger das einzige Mal, das die "westlichen Medienvertreter" eine Inszenierung gesehen haben wollen, ist der Putschversuch vom 15. und 16. Juli 2016. Und selbstverständlich hat das CIA aus Virginia, den Gülenisten aus Pennsylvania eine "Bescheinigung und eine Entschuldigung" ausgehändigt, nach der die Gülenisten völlig unschuldig an dem Putsch gewesen sein sollen. Auf die Nummer mit der Inszenierung des Putsches sind die "westlichen Medienvertreter" schon während des Putsches gekommen.

Deniz Yücel sitzt wie Hitler im Knast und arbeitet scheinbar an "Sein Kampf" und "er ist ja nicht zum Spaß dort"

Deniz Yücel sitzt wie Hitler im Knast und arbeitet scheinbar an "Sein Kampf" und "er ist ja nicht zum Spaß dort" - 5.0 out of 5 based on 1 vote
Die Medien trommeln mal wieder für die Freipressung ihrer JournalismusGalionsfigur, Deniz Yücel.

Warum sollten sich deutsche Medienkonzerne nicht für Deniz Yücel zusammentun, schließlich ist Deniz Yücel ein deutscher Journalist, der für den Axel Springer Konzern "arbeitet". Schließlich ist Deniz Yücel mit seinen "Hurra, Deutschland soll verrecken"- Geschichten so etwas wie der Augenstern und das Aushängeschild der "Deutschen Journaille". Das was Cem Özdemir "politisch" unternimmt, um das Leben der ehemaligen Landsleuten in Deutschland und gleichzeitig in der Türkei mit Terroristen zu bereichern, macht halt Deniz Yücel "journalistisch".

Zitat von Deniz Yücel vom 04.08.2011: "Super, Deutschland schafft sich ab! In der Mitte Europas entsteht bald ein Raum ohne Volk. Schade ist das aber nicht. Denn mit den Deutschen gehen nur Dinge verloren, die keiner vermissen wird."

Der feine Herr Yücel, begleitend um die komplette Entourage um Ulf Poschardt und den Axel Springer Konzern, die sich immer wieder über Foltermethoden in türkischen Gefängnissen und über seine Haftbedingungen beschwert haben, hat jetzt ein Interview gegeben. Das Interview wurde laut der Deutschen Presse Agentur schriftlich über die Anwälte von Deniz Yücel geführt, ferner ohne Zensur der türkischen Behörden.

Hier einmal die Highlights des Interviews.

Deniz Yücel: „Für schmutzige Deals stehe ich nicht zur Verfügung“
Mein Kommentar dazu: Fast wie selbstverständlich darf Deniz Yücel, der freiwillig trotz Haftbefehl in die Türkei gefahren ist und im Vorfeld um seine Verhaftung "gebettelt hatte", die Deals für seine mediale Freipressung bestimmen. Darf auch nicht jeder. Gleichzeitig kann man das Bild eines "schmutzige-Deals-machende-türkische-Justiz" zeichnen. Was sind die schlau bei Axel Springer!?
Gleichzeitig sind zum einen die Verantwortlichen für den Sachsen-Sumpf zum Bundes-Sumpf befördert worden und der NSU-Mörderakten-Schredderer ist zum Bundes-Schredderer befördert worden. Wie kommt man denn bei Axel Springer darauf, dass man in der Türker für dermaßen schäbige Deals überhaupt zur Verfügung steht? Nur weil die feinen Damen und Herren von Axel Springer bei der "Vertuschung" von beiden Skandalen mitgeholfen haben, da medial eher zurückhaltend berichtet.

Frage an Deniz Yücel: Wie geht es Ihnen?
Sein eigener Kommentar dazu: Sehr gut. Danke.
Mein Kommentar dazu: Klingt gar nicht nach Folter oder sollte das Small-Talk sein?! Nein, das Interview wurde ja schriftlich geführt!

Frage an Deniz Yücel: Ihre Isolationshaft wurde vor kurzem aufgehoben. Wie hat sich das auf Ihr Befinden und auf Ihren Alltag ausgewirkt? 
Sein eigener Kommentar dazu:
... einen Menschen zum Reden zu haben, ... Mit dem Kollegen ... frühstücken wir gemeinsam und drehen in unserem ... Hof unsere Runden. Meine Frau Dilek kann ich für eine Stunde im Monat ohne Trennscheibe sprechen.
Mein Kommentar dazu: Klingt auch gar nicht nach Folter.

Frage an Deniz Yücel: Was fehlt Ihnen nach Dilek am meisten im Gefängnis? 
Sein eigener Kommentar dazu: Gerechtigkeit. 
Mein Kommentar dazu: Als freier Journalist für die "Jüdische Allgemeine" und gleichzeitig für "Axel Springer" muss man schließlich so tun, als ob man wüsste was Gerechtigkeit ist, insbesondere vor dem Hintergrund wie sich Israel als Staat benimmt. Der Haftbefehl gegen ihn war bekannt und er fährt trotzdem in die Türkei, um sich einsperren zu lassen und dann so medial auf die Tränendrüse zu drücken, dass man ihn quasi medial freipressen kann. Was sind die schlau von Axel Springer, den ehemaligen Mr. Fake-News 2000, zum Kreativdirektor von Axel Springer gemacht, und einen "Journalisten" in einen türkischen Knast eingeschleust, zu haben, hurra.

Frage an Deniz Yücel: Was ist Ihr erster Gedanke beim Aufwachen und Ihr letzter vor dem Einschlafen?
Sein eigener Kommentar dazu:  Mal kannst du vor lauter Gedanken kaum einschlafen, mal döst du stumpf vorm Fernseher ein. Mal bist du morgens voller Tatendrang, mal schaffst du es kaum aus dem Bett. Mal bist du schwer verliebt, mal diskutierst du über die künftige Farbe der Wohnzimmertapeten. Das Leben macht keine Pause, auch nicht im Gefängnis.
Mein Kommentar dazu: Klingt gar nicht mehr nach Folter und unmenschlichen Haftbedingungen.

Frage an Deniz Yücel: Wie verbringen Sie Ihre Zeit? Können Sie schreiben?
Sein eigener Kommentar dazu: Lesen, schreiben, putzen, Anwaltsgespräche vorbereiten, Anwälte treffen...
... Im Gefängnisladen kann ich Stifte und Papier kaufen. Und vom vielen Schreiben habe ich schon Schwielen an der rechten Hand. Fühlt sich aber gut an. 
Mein Kommentar dazu: Klingt eher nach Ferienressort und nicht nach Gefängnis, aber Meinungen sind bekanntlich wie Löcher, jeder hat welche und aus manchen kommt halt regelmäßig buchstäblich Mist raus...

Frage an Deniz Yücel: Können wir mit einem Buch von Ihnen rechnen?
Sein eigener Kommentar dazu: Es erscheint am 14. Februar in der Edition Nautilus. Der Titel: „Wir sind ja nicht zum Spaß hier“. 
Mein Kommentar dazu: So ähnlich hatte das Adolf Hitler auch gemacht. Freizeit im Knast genossen und nebenbei ein Buch geschrieben! Auch während der Knastzeit von Adolf Hitler wurde um Hitler so ein Medienhyp veranstaltet.

Frage an Deniz Yücel: Sie kommentieren in Texten aus dem Gefängnis gelegentlich aktuelle Nachrichten. Wie können Sie sich eigentlich informieren?
Sein eigener Kommentar dazu: Ich habe derzeit elf türkische Tageszeitungen im Abonnement ... Außerdem habe ich mir einen Fernseher gekauft. Meine früheren Kollegen von der „taz“ waren so freundlich, mir eines ihrer Knast-Abos einzurichten. ... Und auch im Knast gibt es Möglichkeiten, ein paar Dinge zu recherchieren, die noch nicht irgendwo in der Zeitung stehen. Ist schließlich mein Job.
Mein Kommentar dazu: Morgens ausreichend Zeit und Freizeit zu haben, um 11 Zeitungen zu lesen, weiterhin seinen Job zu machen, ein Buch zu schreiben; klingt alles für mich eher nicht nach Folter, aber was weiß ich schon...

Frage an Deniz Yücel: ... (in der Türkei) müssen Untersuchungshäftlinge, die wegen Putschversuchs oder Terrorvorwürfen angeklagt sind, demnächst in einer Gefangenenuniform vor Gericht erscheinen. Das könnte auch Sie betreffen...
Sein eigener Kommentar dazu: Aber ich werde diese Uniform garantiert nicht anziehen. 
Mein Kommentar dazu: Ein Axel Springer "Journalist" kann scheinbar machen und lassen, was und wo er will. Türkische Gesetze und deutscher Journalismusvertändnis passen offensichtlich nicht zusammen. Der Berufsstand der "Adolf Hitler" je nach Befinden manchmal gleichzeitig, manchmal abwechselnd zu einem "neo-paganen Mystiker" und gelegentlich zu einem "Atheisten" machen kann, obwohl er zu 100% Katholik gewesen ist, auf so einen Berufsstand baut sich die "Wahrheit" und "Wahrnehmung" der Welt auf, Schizophrenie einprogrammiert!

Frage an Deniz Yücel: Glauben Sie an deren (türkische) Unabhängigkeit?
Sein eigener Kommentar dazu: Türlich. Unabhängigste Justiz wo gibt von ganse Welt.
Mein Kommentar dazu: einmal die "Akte Rosenburg" lesen und dann einfach nur noch das "Maul" halten, wäre angebracht... Mehr zum Thema "Gerichte und Gerechtigkeit" in Deutschland bei nächster Gelegenheit.

Frage an Deniz Yücel: Würden Sie nach einer Freilassung weiterhin als Journalist in der Türkei arbeiten wollen, oder würden Sie lieber nach Deutschland zurückkehren?
Sein eigener Kommentar dazu: Nun, ich darf nochmal auf den Titel meines Buches verweisen: „Wir sind ja nicht zum Spaß hier“.
Mein Kommentar dazu: bereits am 17. März 2016 wurde Deniz Yücel aus der Türkei als Korrespondent zu seinem Schutz abgezogen. "Zum Schutz ihres Korrespondenten entschied die „Welt“-Chefredaktion, dass er nicht mehr von vor Ort berichtet – allerdings vorläufig." Warum Deniz Yücel zeitgleich zum Breitscheidanschlag im Dezember 2016 in Türkei gefahren ist, geht das etwa niemanden etwas an?
Um sich einsperren zu lassen! Es gibt keinen anderen Grund, kein aktuelles Ereignis in der Türkei, von dem er hätte berichten wollen.

Frage an Deniz Yücel: Sie sind kürzlich in einer Umfrage für den „Playboy“ unter die „Männer des Jahres 2017“
Mein Kommentar dazu: Der "Playboy" gehört zum Hubert Burda Verlag - mal sehen wie groß die "Zusammenarbeit" zwischen Axel Springer und Hubert Burda ist.

Wie viele "Journalisten" in der Geschichte der Menschheit hatten die Möglichkeiten aus dem Knast heraus (in einem 2000 km fernen Land), seine literarischen "Ergüsse" bis in die Tageszeitungen in über 2000 km entfernten Kleinstädten zu verbreiten?
Wie viele "Menschen" in der Geschichte der Menschheit haben bereits vor Prozessbeginn dermaßen viel Aufmerksamkeit um die eigene Person genossen?
Wie viele "Helden" in der Geschichte der Menschheit haben bereits während sie im Knast sitzen ein Buch geschrieben, dass händeringend von seinen "Fans" erwartet wurde?
Wie viele "Verlage" haben die Anfänge, der sich anbahnenden faschistischen Grundzüge, dem Wahlvolk als die einzig richtige "Demokratie" und "Rechtsstaatlichkeit" vorgegaukelt?

Quelle:
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1007100/deniz-yuecel-fuer-schmutzige-deals-stehe-ich-nicht-zur-verfuegung
http://www.wn.de/Welt/Thema/Hintergruende/3130153-Interview-mit-Deniz-Yuecel-Fuer-schmutzige-Deals-stehe-ich-nicht-zur-Verfuegung
http://www.tagesschau.de/ausland/yuecel-interview-101.html
http://www.playboy.de/lifestyle/wissen/wer-sind-die-maenner-des-jahres
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Ulf Poschardt - Chefredakteur WeltN24 - Axel Springer SE