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Kein Wort über die Galionsfigur der deutschen Pressefreiheit - Deniz Yücel

Kein Wort über die Galionsfigur der deutschen Pressefreiheit - Deniz Yücel - 5.0 out of 5 based on 1 vote
Empfehlung Deniz Yücel by blu-news.org  - https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d5/Deniz_Y%C3%BCcel.jpg [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons - © Peter Hermes Furian - Fotolia.com Deniz Yücel by blu-news.org - https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d5/Deniz_Y%C3%BCcel.jpg
Spektakulär hatte sich die Dewezet mit der neuen Serie in Stellung gebracht, denn nur wer absolut nichts zu verheimlichen hat und so hohe unangreifbare Maßstäbe für die Wahrheit hat, kann so eine Serie überhaupt starten. Heute ist es nun losgegangen mit der Mai-Serie "Nichts als die Wahrheit" und fast schon wie selbstverständlich ist es mit dem Thema, "inhaftierte Journalisten" losgegangen. (Beiträge auf den Seite 3, 17 und 24 der Ausgabe vom 2. Mai 2017) An und für sich ist das auch nachvollziehbar, man solidarisiert sich zum einen:

- weil man sich selber angegriffen fühlt,
- weil man ähnlich berichtet hätte,
- weil man das Opfer schützen möchte
und zum anderen
- weil einem der Täter sowieso gerade nicht paßt,
- weil man die Tat selbst nicht unterstützt
oder einer Kombination der Gründe oder auch aus hier nicht genannten Gründen. Menschen in Not zu helfen ist bei gesunden Menschen ein natürlicher Instinkt, Journalisten, die um ihre "vierte Macht" wissen, müssen sich auch für Unterdrückte einsetzen.

Die "Journalisten" und "Redakteure" der Dewezet solidarisieren sich in dem genannten Beitrag mit ihren Kollegen überall in der Welt, so wie wir das auch machen. Auffällig ist allerdings, das die Beiträge auf den drei angekündigten Seiten mit keinem Wort
- "Deniz Yücel" oder
- seinen Chef "Ulf Poschardt" oder
- seine stellvertreterin bei der N24Welt-Gruppe, Frau Dagmar Rosenfeld-Lindner, Ehefrau von FDP-Chef Christian Lindner, erwähnen. Warum nicht?

Ulf Poschardt ist schließlich der einflußreichste Mann in der neuen virtuellen Welt. Beim Marktführer im multimedialen Business, N24-Welt-Gruppe, sozusagen das Flagschiff zu der Galionsfigur
Interessant ist Herr Poschardt auch weil er im Jahre 2000, nach heutigen Maßstäben gemessen, als Mr. Lügenpresse bei der Süddeutschen entlassen worden ist (Stichwort: Tom Kummer - focus vom 15.05.2000). Noch interessanter wird es allerdings, wenn man weiß, das er danach, also 2001, "Creative Director" bei der "Welt am Sonntag" wurde. Ja, Sie haben richtig gelesen. Was macht man mit Herrn-Lügennpresse-2000? Richtig, den macht man zum Herrn-Kreativdirektor-2001 bei der "Welt am Sonntag". Und dieser Herr Poschardt wird weitere 15 Jahre später einer der einflußreichste Männer in Deutschland. Und wo kommt die Lügenpresse jetzt nochmal her? An diese Frage machen wir uns später noch einmal dran, das wird eine Megastory.

Zurück zum eigentlichen Thema: Noch Ende Februar 2017 ist deutschlandweit eine "Welle der Solidarität" für Deniz Yücel gezogen und alle hatten mitgemacht.
1. Sogar die Kanzlerin höchstpersönlich hatte direkt zu dem Thema Stellung bezogen und die "sofortige Freilassung" des N24Welt-Türkei-Korrespondenten gefordert. FAZ vom 01.03.2017.
2. Auch der neue Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte gleich bei seiner Antrittsrede am 22.03.2017 die Freilassung gefordert. FAZ vom 22.03.2017.
3. Über 30.000 Journalisten unterschreiben eine Petion für "#FreeDeniz". Merkur vom 01.03.2017.
4. Derzeit gefällt über 16.000 Personen der Freundeskreis Freiheit für Deniz Yücel. Hier der Link auf die Seite. https://de-de.facebook.com/FreundeskreisFreeDeniz/
5. Die twitter Seite #freedeniz hat über 27.000 Follower.
6. Die Googlesuche #freedeniz liefert "ungefähr 467.000" Ergebnisse
7. Die Googlesuche "Deniz Yücel" liefert "ungefähr 742.000 Ergebnisse

FunFakt am Rande: Ulf Poschardt ist im September 2016 Chefredakteur geworden. Der Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin und der Grenzübertritt von Deniz Yücel in die Türkei fallen zeitlich ungefähr zusammen. Für Verwirrung ist gesorgt. Deniz Yücel ist trotz öffentlich bekanntem Haftbefehl gegen ihn und obwohl bereits 6 seiner Kollegen wegen der selben Geschichte im Gefängnis sitzen und obwohl Deniz Yücel nicht mit einem Linienflug in die Türkei eingereist ist, sondern höchstwahrscheinlich mit dem Auto ohne Ausweiskontrolle. Ohne Kontrolle! Wenn der mit dem Flieger eingereist wäre, hätten die den Deniz Yücel bereits am Flughafen in den Knast gesteckt. Und "Neine" nicht weil der "nur" seine "Arbeit" gemacht hat, sondern wegen dem Haftbefehl.

Und heute am 02.05.2017 ist Deniz Yücel unserer dewezet keine Zeile mehr wert? Seit Steinmeier's Amtsantrittsrede sind lediglich 41 Tage vergangen.

Statt dessen ist für das Tagesthema die Iranerin "Henghameh Schahidi" ausgewählt worden. Eine 41 jährige Journalisten, die im Iran in Untersuchungshaft sitzt. Vergleichen wir mal die beiden Personen "Deniz Yücel" und "Henghameh Schahidi".

1. Die Kanzlerin hat öffentlich nichts in dieser Richtung gefordert.
2. In der Antrittsrede des Bundespräsidenten am 22.03.2017 ist uns der Name auch nicht aufgefallen.
3. Uns ist keine Petition von keinem deutschen Journalisten aufgefallen. (Ausser der Bericht in der dewezet.)
4. Kein Freundeskreis "Henghameh Schahidi" auf Facebook gefunden
5. Es gibt zwar einige ähnlich klingende twitter-Seiten, aber wenn wir die Suche nach der Vorgabe der dewezet durchführen, gibt es kein Ergebnis.
6. Die Googlesuche "#Henghameh Schahidi" liefert: "Keine Ergebnisse für #Henghameh Schahidi gefunden"
7. Die Googlesuche "Henghameh Schahidi" liefert "ungefähr 380" Einträge bei Google.

"Nichts als die Wahrheit"?

Für die hamelner Redaktion spricht allerdings, dass nicht unbedingt alle Zeitungshäuser uneingeschränkt alle Aktionen unterstützt haben, die im Zusammenhang mit #freedeniz seitens Ulf Poschardt und Kollegen initiiert worden sind. Zum Beispiel die Solidaritäts-Aktion für „Welt“-Journalisten Deniz Yücel. Dabei wurde in mehreren Tageszeitungen großformatige Anzeigen für die sofortige Freiheit des in der Türkei inhaftierten Springer-Korrespondenten Deniz Yücel gefordert. 300 Top-Journalisten aus Deutschland waren namentlich genannt. FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube druckte die Solidaritätsaktion nicht. Seiner Meinung nach waren Namen auf der Liste, die dort nicht stehen konnten, weil diese nicht gefragt worden seien. Mr. Ulf Fake-News-2000 Poschardt gab zumindestens schon einmal zu, dass da in der Eile und dem Wunsch den Vorgang möglichst unkompliziert und schnell auf die Bahn zu schicken, einige Fehler passiert seien.

Hier einmal der Vorwurf von Jürgen Kaube: „Wer (…) Journalist ist in einer Zeit, in der bürgerliche Medien bezichtigt werden, Fake News in Umlauf zu bringen, könnte einen Moment nachdenken, bevor unter Aufrufe die Namen von Leuten gesetzt werden, die nicht unterschrieben haben.“ Das war ein Originalzitat.

Und hier die Stellungnahme von Ulf Poschardt und Kollegen.

Wo kommen jetzt die ganzen Fake-News nochmals her?

Die Person und die Arbeitserfolge von Herr Deniz Yücel als Journalist sollten in diesem Zusammenhang einmal erwähnt werden, also von der Galionsfigur für die 30.000 deutschen Kollegen, also die "komplette deutsche Presse" oder sogar der "kompletten westlichen Zivilisation." (In Anspielung auf die Verherrlichung der PKK). Auch die Volksvertreter im Bundestag, die applaudierend auf die #freedeniz Rede des Bundespräsidenten reagiert haben, sollten einmal Erwähnung erhalten. Hier einmal ein Klassiker des Journalisten "Deniz Yücel", dem Repräsentanden der "kompletten westlichen Zivilisation", dem die Volksvertreter so zujubeln:
Zitat von Deniz Yücel vom 04.08.2011: "Super, Deutschland schafft sich ab! In der Mitte Europas entsteht bald ein Raum ohne Volk. Schade ist das aber nicht. Denn mit den Deutschen gehen nur Dinge verloren, die keiner vermissen wird."

Weitere Highlights von Deniz Yücel können sie in unserem Beitrag "Danke Deniz Yücel" nachlesen.

Danke Deniz Yücel, dass Sie die deutsche Presse vertreten.
Letzte Änderung amDienstag, 28 November 2017 15:21

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