Pressestimme zu "Rasse" im Grundgesetz

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(ots)

Die Frankfurter Rundschau schreibt zum Streit über das

Wort "Rasse" im Grundgesetz:

Sprache ist Macht. Es ist nicht egal, mit welchen Worten wir uns die Wirklichkeit aneignen. Die "herrschenden" Begriffe bestimmen darüber mit, wie wir die Welt wahrnehmen und dann gestalten. Politikerinnen und Politiker sollten das wissen.

Es ist deshalb unredlich, wie der Wunsch, das Wort "Rasse" aus dem Grundgesetz zu streichen, aus den Reihen von CDU und CSU als "Symbolpolitik" oder "Scheindebatte" abgetan wird. Es wäre nämlich höchste Zeit, die Macht des Rasse-Begriffs zu brechen.

Nichts spricht dagegen, in der Verfassung ein Zeichen zu setzen. Der Kampf gegen Rassismus wird damit allein nicht gewonnen. Aber zu ihm gehört es, dass wir aufpassen, welche Begriffe wir wählen. Warum nicht im wichtigsten Buch der Demokratie damit beginnen?

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