Kölnische Rundschau zu Nordirland: Die Politik des Boris Johnson rächt sich / von Raimund Neuß

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(ots)

Die Brandsätze, die Steinwürfe, die Angriffe auf Polizisten

in Belfast sind ein Menetekel für Boris Johnson. Seine Brexit-Politik hat einen Konflikt wieder auf die Tagesordnung gebracht, der erledigt schien.

Der Streit um das Begräbnis eines ehemaligen IRA-Terroristen und die Gewalttaten unionistischer Banden (von katholisch und protestantisch möchte man bei diesen Verbrechern ungern reden) zeigen: Brandnester aus nordirischen Bürgerkriegszeiten sind noch da. Nur gab es in der Zeit der gemeinsamen EU-Mitgliedschaft Großbritanniens und Irlands nichts, was die Flammen nähren konnte. Die Landgrenze quer durch die Insel war ebenso unbedeutend wie die Seegrenze zum Rest des Vereinigten Königreichs.

Es ist keine Lösung in Sicht, die die Frieden stiftende Wirkung der EU-Mitgliedschaft für Nordirland ersetzen könnte - schon gar nicht eine Wiedervereinigung mit der Republik Irland, die kaum ein nordirischer Protestant als seinen Staat akzeptieren würde. Bereits der derzeitige Sonderstatus im Verhältnis zur EU provoziert die Protestanten. Sein Ende aber würde erst recht zur Eskalation führen. Für all das haben sich Johnsons Leute nie wirklich interessiert. Die einzige gute Nachricht: Ende 2024 wird wieder gewählt.

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